Pressebericht vom 05.11.2009
Bürgerradweg Everswinkel eröffnet
Anbindung an Telgte gelungen
Aus Westfälische Nachrichten
Everswinkel - Dank, Anerkennung und sogar eine gewisse Hochachtung gegenüber den tatkräftigen Mitgliedern des Radwegebau-Vereins „We-Pü“ zogen sich wie ein roter Faden durch die Ansprachen anlässlich der offiziellen Einweihung des Bürgerradweges in Everswinkels Norden am Donnerstagmorgen. „We-Pü“ steht für die Bauerschaften Wettendorf und Püning, deren Bewohner sich für die Radwegeanbindung nach Alverskirchen und nach Telgte im hohen Maße engagiert haben.
Bürgermeister Ludger Banken ließ den Ablauf des Projekts noch einmal Revue passieren, „der einer gewissen Spannung nicht entbehrte.“ Spannung deshalb, weil zwischendurch die Frage aufgetaucht sei, „klappt es oder klappt es nicht?“. Nach der Mittelzusage von Gemeinde und Kreis sei die Enttäuschung groß gewesen, als bekannt wurde, dass die Landesregierung für das Jahr 2008 keine Mittel bereitstellen wollte. Erst nach einem der regelmäßigen Arbeitsgespräche mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Reinhold Sendker sei Bewegung in die Angelegenheit gekommen. „Mit der Mittelzusage für 2009 und der Bewilligung des vorzeitigen Baubeginns konnten wir im September 2008 starten.“
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Die Leistung des Radwegebauvereins verdeutlichte Banken mit eindrucksvollen Zahlen: „Die Kosten für den fast zwei Kilometer langen Radweg würden im Normalfall wenigstens 500 000 Euro betragen Euro betragen.“ Die Abrechnung für den neuen Bürgerradweg habe gerade mal einen Betrag von 114 000 Euro ausgewiesen. „Dank der Muskelhypothek und dem Herzblut der „WE-PÜs“, aber auch der kostengünstigen Arbeit der beteiligten Firmen Wierbrügge und Gröschler und des ,Sponsorings durch die Volksbank Everswinkel konnten mehr als 380 000 Euro eingespart werden“, freute sich Banken unter dem Applaus der Anwesenden über diesen Erfolg.
Als tolle Gesamtleistung aller Beteiligten würdigte Landrat Dr. Olaf Gericke das Projekt. „Land, Kreis, Gemeinde und die beteiligten Unternehmen haben hervorragend zusammengearbeitet.“ Auch Gericke ließ die „strategische Hilfe“ von Sendker nicht unerwähnt. „Der Kreis Warendorf ist in NRW führend beim Bau von Bürger-Radwegen. Etwa die Hälfte der Fördermittel fließt in unsere Region“, unterstrich der Landrat das große bürgerschaftliche Engagement. „Davon profitieren unsere Kinder aber auch die vielen Urlauber in unserem Kreisgebiet.“ Für den Landesbetrieb Straßenbau NRW lobte Hubertus Ebbeskotte die Leistung der Bürgerinitiative. „Jeder eingesetzte Euro wird durch Ihre Arbeit verfünffacht.“ Politik und Verwaltung hätten mit der Initiative „Innovativer Radwegebau“ einen erfolgreichen Weg beschritten.
Telgtes stellvertretender Bürgermeister Karl-Heinz Greiwe freute sich in seinen Dankesworten über den „fast vollständigen Radwege-Lückenschluss auf der Nord-Süd-Achse von Westbevern bis nach Sendenhorst“. Dagmar Bix von der Flurbereinigungsbehörde erinnerte an die ersten Gespräche mit dem We-Pü-Vorsitzenden Norbert Pröbsting: „Wir sind dem Anliegen, den Radweg mit aufzunehmen, gerne nachgekommen, und alles ist dann problemlos gelaufen.“
Der Dank und das Lob von Norbert Pröbsting ging letztendlich in Richtung der beteiligten Behörden. „Mit den Herren Holzmüller und Schumacher hat es eine unkomplizierte und unbürokratische Zusammenarbeit gegeben“, hob er zum Schluss stellvertretend Bauamtsleiter und Umweltberater der Everswinkeler Gemeindeverwaltung besonders hervor.