Pressebericht vom 09.01.2009

aus Westfälische Nachrichten:

Volksbank fördert den Radwegebau
Gemeinsam den Weg freigemacht

Everswinkel. Beim Besuch von NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke im Sommer vergangenen Jahres wurde das Projekt „Bürgerradweg We-Pü“ bereits vorgestellt. „We-Pü“ steht für die Bauerschaften Wettendorf und Püning. Deren Bewohner hatten den Verein gleichen Namens gegründet, um eine gefahrlose Radwege-Verbindung entlang der L 811 zwischen Alverskirchen und dem Abzweig Versmar zu realisieren. Im Oktober hat der Verein mit den Bauarbeiten begonnen, jetzt wurde eine erste Zwischenbilanz gezogen.

Foto: Julia Geppert
Zwischenbilanz in eisiger Kälte am Bürgerradweg Versmar mit (v.l.) Hubertus Ebbeskotte (Landesbetrieb Straßen NRW), Landrat Dr. Olaf Gericke, Bürgermeister Ludger Banken, Norbert Pröbsting, (Vorsitzender Verein „Bürgerradweg We-Pü“), Berthold Buntenkötter (Niederlassungsleiter der Volksbank Everswinkel), Reinhold Sendker (CDU-Landtagsabgeordneter), Christiane Kaufmann (stellvertretende Vorsitzende „Bürgerradweg We-Pü“) und Jürgen Feldsmann (Flurbereinigung bei der Bezirksregierung Münster). Foto: Julia Geppert

Dazu hatten sich alle an diesem Projekt Beteiligten bei klirrender Kälte zu einem Ortstermin eingefunden. „Eine Zwischenbilanz nicht ohne Hintergedanken“, wie Bürgermeister Ludger Banken einräumte. „Wir möchten sowohl beim Land als auch beim Kreis eine Bezuschussung der noch fehlenden 700 Meter bis zur Gemeindegrenze nach Norden in Richtung Telgte erreichen.“ Für die jetzt in Angriff genommenen 1 200 Meter in Richtung Kreuzung L 793 liege ein Schreiben der Landesregierung vor, „das wir als Zusage verstanden haben“, zeigte sich Banken optimistisch. In kurzen Ansprachen würdigten neben Banken auch Landrat Dr. Olaf Gericke, der CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Sendker und Hubertus Ebbeskotte vom Landesbetrieb Straßen NRW die Initiative und das Engagement der Mitglieder der Radwegebauvereins. „Nur durch das Zusammenspiel zwischen Land, Kreis, Gemeinden und der Muskelhypothek der Anwohner können solche Projekte realisiert werden“, lobte der Landrat. „Wir haben im Kreis Warendorf für solche Projekte die Keimzelle gebildet und inzwischen in anderen Landkreisen viele Nachahmer gefunden.“ Dabei sei es für den Kreis unerheblich, ob die Radwege entlang von Kreis- oder Landstraßen verliefen. Gericke ließ auch die mittelständischen Betriebe nicht unerwähnt, die die Anwohner tatkräftig unterstützen. Der Garten- und Landschaftsbaubetrieb Martin Wierbrügge hatte zu Freundschaftspreisen Material, Arbeitskraft und Maschinen zur Verfügung gestellt. Auch auf eine Spende der Volksbank Everswinkel konnte der Radweg-Verein ‚bauen‘.

Die Finanzierung der Gesamtmaßnahme erfolgt durch einen Kreiszuschuss in Höhe von 8 500 Euro, einen Gemeindezuschuss von 25 000 Euro sowie durch Landesmittel aus dem Förderprogramm „Innovativer Radwegebau“ Der Grundstückserwerb erfolgte durch den Landesbetrieb Straßen NRW. Finanziell engagiert hat sich auch die Volksbank Everswinkel, die den Radweg mit zweitausend Euro fördert.

„Wir tun alles, um die Vision von eine geschlossenen Radweg zwischen Telgte und Alverskirchen wahr werden zu lassen“, sagte Sendker seine Unterstützung für den noch fehlenden Lückenschluss zu. „Ich werde mit dem Minister sprechen, ob nicht auch Mittel aus dem Konjunkturförderungsprogramm dazu verwendet werden können.“ Ebbeskotte konnte für den Landesbetrieb Straßen NRW erfreut feststellen, dass sich aus der „Keimzelle“ inzwischen ein ganzer „Wald“ entwickelt habe. So seien im vergangen Jahr 53 Maßnahmen gefördert worden, und 2009 stünden weitere 40 Projekte an. Norbert Pröbsting, Vorsitzender des Radwegebau-Vereins „We-Pü“, meldete vor so viel Prominenz aus Politik und Verwaltung gleich einen weiteren Wunsch an: „Wir möchten gerne über die L 793 hinaus noch einen Anschluss an das ‚Landjugendpättken‘ bauen“, wünschte er sich auch für den letzten Lückenschluss nach Alverskirchen eine finanzielle Unterstützung.


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