Pressebericht vom 19.03.2010

Anneliese ist die neue Mitbewohnerin im Mühlenmuseum
Spenden ermöglichen Bleiberecht der „steinernen Lady“

Rinkerode. Das Mühlenmuseum Rinkerode feiert am 24. Mai seinen 200.Geburtstag. In den letzten 30 Jahren hat das Ehepaar Käte und Dr. Horst Merten die alte Rinkeroder Dampfmühle und vormalige Kornwindmühle direkt an der B 54 neu gestaltet, so dass sie heute zu einem Vorzeigeobjekt geworden ist.

Seit 30 Jahren leben auch die Mertens Tür an Tür mit Maschinen und Geräten, erhalten das Museum, pflegen es und gestalten es. Es ist ihre Lebensaufgabe geworden. Heute - 15 Jahre nach der Einweihung - ist die 15,40 Meter hohe Mühle ein Schmuckstück, innen wie außen. Auf fünf Etagen laufen die Maschinen von einem Elektromotor angetrieben. Die ursprüngliche Technik von 1935 ist nachvollziehbar. Früher schaffte der Müller hier eine Tonne Korn am Tag zu vermahlen. Spannend und interessant ist ein Rundgang für die vielen tausend Besucher, auch für Drensteinfurter Schulklassen. Das unter Denkmalschutz stehende Anwesen gehört zur Industriekultur Westfalens.

Wenn am 24.Mai die Jubiläumsgäste zum Museum strömen, werden sie dort am Eingang von einer sitzenden Dame begrüßt: Anneliese. Es handelt sich hierbei um eine aus Stein geformte Dame, die in Witten „geboren“ und von der Wittener Künstlerin Christel Lechner geschaffen wurde. Derzeit bereitet sie sich im Garten auf ihren Auftritt vor dem Museum vor.

Freuen sich über die neue Mitbewohnerin Anneliese im Mühlenmuseum:
Käte und Dr. Horst Merten sowie Theres Moddick von der Volksbank Rinkerode.

Auf diese steinerne Dame ist das Ehepaar Käte und Dr. Horst Merten stolz. „Sie ist unsere Mitbewohnerin“. Um dieses Projekt zu verwirklichen, benötigt der Mühlenmuseumsverein viele Sponsoren. Theres Moddick, Niederlassungsleiterin der Volksbank Rinkerode, ist einer davon. Bei ihrem Besuch nahm sie auch Kontakt mit „Anneliese“ auf und musste zugeben, dass diese Dame hervorragend zum Museum passt und auch der Name gut gewählt sei. Dabei erzählte Käte Merten auch über die Namensfindung: Freunde aus Münster wünschten nach ihrer Familienfeier eine Mühlenführung. Die Gastgeberin wünschte an diesem Tage keine Geschenke, sondern Geld. 500 Euro Startkapital kamen so für das gewünschte Kunstobjekt zusammen. So kam es, dass die Spenderin namens Anneliese ihren Namen an die neue Mitbewohnerin übertrug.

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