Pressebericht vom 25.10.2009

2,6 Kilometer Sicherheit

Westbevern. „Wir haben es geschafft.“ Aus den Worten von Josef Riemann klang am Samstag anlässlich der offiziellen Eröffnung Freude, Erleichterung aber auch ein wenig Stolz darüber mit, dass das Projekt „Bürgerradweg Lengericher Straße“ vollendet ist. Ein asphaltiertes Band von 2,6 Kilometer Länge parallel zur Landstraße bringt Sicherheit für Jung und Alt. Bürgermeister Dr. Dietrich Meendermann, Franz-Josef Buschkamp, stellvertretender Landrat, und Hubertus Ebbes­kotte, Abteilungsleiter beim Landesbetrieb Straßen.NRW, schnitten zusammen mit weiteren Gästen und im Beisein der großen Helferschar ein Absperrband entzwei. Kaplan André Sühling segnete anschließend den neuen Radweg.

Josef Riemann, Vorsitzender des Bürgerradwegvereins, stellte in seiner Begrüßung die gute Zusammenarbeit mit den Behörden heraus und dankte zunächst Bürgermeister Dr. Dietrich Meendermann. „Sie waren immer ein verlässlicher Ansprechpartner.“ Zudem dankte er den rund 100 Helfern: „Es ist toll, was hier an bürgerschaftlichem Engagement geleistet worden ist.“ Hubertus Ebbeskotte sah das ganz ähnlich: „Sie alle können stolz darauf sein, was hier mit vorbildlichem Einsatz geschaffen wurde.“ Der Radwegebau boome, insbesondere in den Kreisen Warendorf und Steinfurt. 5,7 Millionen Euro stellte das Land allein im vergangenen Jahr für den Bürgerradwegbau zur Verfügung, davon entfielen 2,7 Millionen Euro auf das Münsterland.

Foto aus WN:  Niemann
Gaben den Bürgerradweg offiziell frei: Kaplan André Sühling,
Hubertus Ebbeskotte, Josef Riemann, Bernhard Walbelder,
Franz-Josef Buschkamp und Dr. Dietrich Meendermann (v.l.)
Foto: Niemann

85 000 Euro steuerte das Land für das Projekt an der Lengericher Straße bei. In diesem Jahr, so Ebbeskotte, wurden bereits 44 Projekte in NRW mit einer Gesamtlänge von 150 Kilometern fertiggestellt

Auch Franz-Josef Buschkamp, stellvertretender Landrat, zeigte sich begeistert davon, was hier im vergangenen halben Jahr umgesetzt wurde. „Der Radwegebau ist die größte Bürgerbewegung im Kreis. Die drei neu geschaffenen Strecken in Telgte und Westbevern sind der beste Beweis dafür“, lobte er. 21 000 Euro stellte der Kreis zur Verfügung. „Dieses Geld ist bestens angelegt.“

Die Zuschüsse waren neben den Arbeitseinsätzen sowie Spenden von Banken, Parteien und Vereinen wichtig fürs Gelingen des Gesamtprojektes, das mit einer Schwarzdecke gekrönt werden konnte. Allein die verschlang mehr als die Hälfte der vom Land und Kreis zur Verfügung gestellten Mittel.

Josef Riemann, der zusammen mit Helmut Hüttmann und Johannes Wietkamp Motor des Radewegebaus war, dankte allen für ihre Unterstützung zum Wohl der Allgemeinheit. Helmut Hüttmann ließ in kurzen Auszügen noch einmal den Bau des Bürgerradweges Revue passieren.

In den vergangenen Monaten wurden 222 Rohre verlegt und rund 3000 Tonnen Schotter eingebracht. Das alles hat man in 2800 Arbeitsstunden geschafft. Pro Einsatz waren 20 bis 40 Helfer dabei.

Ein besonderer Dank galt Johannes Wietkamp, der mit Engagement, Sachverstand und Kontakten viel für das Werk getan habe. Dass der neue Bürgerradweg ein echtes Schmuckstück ist, davon konnten sich alle bei der anschließend Fahrt mit dem Rad zum Hof Wietkamp überzeugen. Dort klang die Feier, untermalt vom Musikzug Westbevern-Dorf, aus.
 

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